Wissenswertes

Der Rhabarber (Rheum) gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae).
Charakteristisch für Mitglieder dieser Familie sind die knotenartigen Verdickungen, die den Blütenstängel unterteilen.

Der Gemüserhabarber (Rheum rhabarbarum) stammt ursprünglich aus aus dem Himalaja-Gebirge, China.
Bereits vor mehr als 300 Jahren wurden getrocknete Wurzeln des Medizinal-Rhabarbers (Rheum palmatum) nach Europa importiert.
Zu Speisezwecken wird Rhabarber seit 1753 in England kultiviert. Von dort gelangte er nach Deutschland, wo er in Vierlanden, südlich von Hamburg,  erstmals 1848 großflächig angebaut wurde.

In Mitteleuropa wird heute hauptsächlich der Gemüserhabarber (Rheum rhabarbarum) angebaut, dessen Stängel ein beliebtes Nahrungsmittel ist. Man findet außerdem noch den sogenannten Sibirischen Rhabarber (Rheum rhaponticum) und den bereits erwähnten Chinesischen Medizinalrhabarber, deren getrocknete Wurzeln als Naturheilmittel u.a. gegen Verstopfungen und Wechseljahrbeschwerden Verwendung finden.

Schon durch die Herkunft des Rhabarbers kann einiges zu seiner Kultur und seinen Standortansprüchen gesagt werden.
Er bevorzugt kühles Klima und überdauert den Winter im Boden. Die Knospen für das Austreiben im Frühjahr werden bereits vor dem Winter angelegt. Bis Mitte November stirbt die Pflanze oberirdisch ab, um ab Anfang April aus dem Wurzelstock auszutreiben.
Tiefgründiger Boden mit guter Wasserhaltefähigkeit ist optimal, in dem der Rhabarber sein großes Wurzelsystem anlegen kann. Auf staunassem Boden kümmern die Pflanzen und sterben ab. Durch den großen Blattapperat hat Rhabarber einen hohen Bedarf an Nährstoffe aus dem Boden.

Die Vermehrung vo Rhabarber erfolgt durch das Teilen der Wurzelstücke. Aus einem mehrjährigen Wurzelstock können so je nach Alter und Sorte bis zu 20 Vermehrungsrhizome geschnitten werden. Die beste Zeit Rhabarber zu Vermehren und eine neue Kultur anzulegen ist von Mitte März bis Anfang Oktober, da die Rhizome so nach dem Pflanzen schnell die durch das Schneiden entstandenen Wunden verschließen und sich bewurzeln.